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Du wirst kritisiert - na und?

Diese Überschrift ist schon ein wenig überspitzt, denn meistens sind wir verärgert, wenn wir kritisiert werden. Wir gehen sofort in die Selbstkritik und machen uns Sorgen. Das läuft ganz automatisch im Kopf ab - und ist nur schwer zu verhindern ... Wir denken an Kritikpunkte aus der Vergangenheit und sogar an Kritik, die in der Zukunft noch kommen könnte. Eigentlich Wahnsinn!


Das Bild zeigt eine junge rothaarige Frau, die den Daumen nach unten zeigt. Du wirst kritisiert na und. Mit Kritik umgehen. Kritik von aussen löst meist Selbstkritik im innen aus

Aber immer dann, wenn uns jemand auf unsere Fehler hinweist, oft auch mit subtilen Andeutungen und Ratschlägen, was sonst noch alles verbessert werden könnte - natürlich immer nur gut gemeint - aber auch immer mit erhobenem Zeigefinger, dann sägt das an unserem Selbstwert.





Vielleicht ist es grundsätzlich gar nicht so schlimm kritisiert zu werden. Vielleicht ist es nur so, dass diese eine Kritik ganz explizit, das eine kleine Mosaiksteinchen in unserem gesamten Mosaik-Bild trifft, das uns selbst stört und wo wir immer darauf bedacht sind, dass es anderen nicht auffällt, weil wir uns diesen einen kleinen Fehler eben auch nicht verzeihen.


Wir sind nun mal zutiefst soziale Wesen und es ist nur natürlich, dass uns dieser Stachel der Kritik schmerzt. Wenn wir 100 Mosaiksteinchen in unserem persönlichen Mosaik haben, welches uns im Gesamten als Mensch ausmacht und dieser eine kleine Mosaikstein stört uns und kommt ins Kreuzfeuer der Kritik, dann sind wir in unserer gesamten Persönlichkeit getroffen. Und als ob das nicht reichen würde, fügen wir diesem Schmerz von aussen auch noch Dinge hinzu, die wir in uns tragen und uns selbst nicht vergeben können.

Das sind sozusagen "Bonusschmerzen". Wir hämmern also auf uns selbst ein und setzen mit der Kritik, die von aussen kommt, selbst noch eins drauf.

Woher kommen diese "Bonusschmerzen"? Zu viele negative Emotionen, Erfahrungen, Gedankenmuster und Erinnerungen?


Dinge, die uns bis heute begleiten, weil wir bisher nie in der Lage waren sie loszulassen?



Unsere helle Seiten und unsere Schattenseiten.

Ist denn jede Kritik die kommt, wirklich und tatsächlich die schreckliche Erfahrung, die wir so fürchten? Normalerweise nicht!


Wenn wir so mit Kritik umgehen, dass wir für uns mitnehmen, was nützlich ist, dann haben wir schon einen guten Teil des Weges geschafft. Denn dann lernen wir daraus und gehen weiter.


Wir sagen Danke, dass wir lernen durften!

Wenn wir damit beginnen Kritik zu akzeptieren, dann wird sie ihren drohenden Schatten, der wie ein Damoklesschwert über uns hängt, verlieren. Nur diese Erkenntnis allein, lädt uns mit Energie auf und lässt uns leichter leben.

Aber wie genau sollen wir das umsetzen?

Wenn Kritik, in irgendeiner Form daherkommt - dann wäre es doch das Beste wir reagieren nicht sofort und umgehend darauf. Wenn wir unserem Verstand eine kleine Pause gönnen, damit er sich "sortieren" kann, dann sind wir einfach sicherer, dass wir auf diese Kritik objektiv reagieren werden.

Langsam an die Sache herangehen, mal die Luft aus der Situation lassen, damit nichts aus dem Ruder läuft.

Während der Teil des Gehirns, welcher die alten Emotionen beherbergt, zwei-drei Sekunden braucht, um sich zu "sortieren", können alle hilfreiche "Ressourcen" im Kopf aktiviert werden.

Wir können uns zwischenzeitlich "ankern". Zum Beispiel an Menschen denken, die uns lieben, so wie wir sind oder wir denken an die vielen guten Dinge, die wir getan haben in unserem Leben.

Wenn wir in der Lage sind, die Kritik in ihren Aspekten und Teilen objektiv zu betrachten, dann können wir eine angemessene Entscheidung darüber fällen. Vielleicht kommen wir sogar zu der Einsicht, dass an der Kritik nur wenig falsch war ...

Vielleicht kann all das was übrig bleibt als "nachdenklicher Vorschlag" angenommen werden?

Fakt ist, wenn wir in der Lage sind, mit Kritik umzugehen, dann können wir aufhören, wie auf Eierschalen durch unser Leben zu wandeln, um Schwierigkeiten grundsätzlich zu vermeiden oder gar darauf fixiert zu sein, keine Fehler zu machen.

Wenn wir anerkennen, dass Kritik in ihren verschiedensten Formen und Geschmäcker einfach eine Tatsache im Leben bleiben wird und dass nun mal jeder Mensch seine hellen und dunklen Seiten hat, dann bleibt nur eines zu sagen: So what! Das ist Leben!

Wenn Du also mal wieder kritisiert wirst, dann hilft: akzeptieren - Krönchen zurechtrücken - Rücken gerade - Brust raus - weitergehen.

Es ist Zeit, um mutiger, freier und klarer zu leben!




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